Sie überlegen, einen Toyota Auris zu kaufen? Viele Autofahrer schätzen den Kompaktwagen für seine Zuverlässigkeit – vor allem die Hybridversion hat sich einen Namen gemacht. Zwölf Jahre lang, von 2006 bis 2018, stand der Auris in den Verkaufsräumen.

Produktionszeitraum: 2006–2018 ·
Klasse: Kompaktklasse ·
Beliebteste Motorisierung: 1.8 Hybrid (136 PS) ·
Durchschnittliche Laufleistung: 200.000–300.000 km ·
Preisspanne (gebraucht): 5.000–15.000 € ·
Kraftstoffverbrauch (Hybrid): 3,5–4,5 l/100 km

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Der Auris II gilt als zuverlässiges Kompaktmodell mit wenigen gravierenden Schwächen (AutoGazette).
  • Die Mängelquote liegt laut TÜV-Report 2018 deutlich unter dem Durchschnitt (WELT).
  • Toyota rief 2018 weltweit 2,4 Millionen Hybridfahrzeuge zurück, darunter den Auris (Der Spiegel).
2Was unklar ist
  • Die genauen Verkaufszahlen des Auris in Deutschland sind nicht öffentlich.
  • Die Lebensdauer der Hybridbatterie variiert stark je nach Nutzung.
  • Ob der Auris in Irland noch offiziell als Neuwagen verkauft wurde, ist nicht belegt.
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Gebrauchte Auris, besonders Hybridmodelle, bleiben gefragt (AutoGazette).
  • Toyota bietet für geprüfte Gebrauchtwagen eine Garantie und sofortige Verfügbarkeit (Toyota Deutschland).

Zur Einordnung: Sechs zentrale Fakten kompakt zusammengefasst – Produktion, Nachfolger, Karosserie, Sitzplätze, Kofferraum und Antrieb.

Merkmal Details
Produktion 2006–2018
Nachfolger Toyota Corolla (E210)
Karosserieformen Schrägheck, Kombi (Touring Sports)
Sitzplätze 5
Kofferraumvolumen 360–396 l (Schrägheck), 530 l (Touring Sports)
Antrieb Vorderradantrieb

Ist Toyota Auris ein gutes Auto?

Was sagen Fahrer über den Auris?

  • In Fahrerforen wird der Auris oft als „unauffällig, aber treu“ beschrieben – ein Auto, das einfach funktioniert.
  • Besonders die Hybridversion erhält regelmäßig Lob für den niedrigen Verbrauch (AutoGazette).
  • Kritik gibt es am straffen Fahrwerk und den günstigen Innenraum-Materialien.

Wie schneidet der Auris in Testberichten ab?

  • Die Fachpresse bescheinigt dem Auris II eine überdurchschnittliche Zuverlässigkeit. Laut TÜV-Report 2018 liegt die Mängelquote deutlich unter dem Klassendurchschnitt (WELT).
  • Der ADAC bewertet den Auris in der Pannenstatistik als im Mittelfeld liegend – weder auffällig schlecht noch überragend.
  • Die Hybridversion wird von AutoGazette als besonders wartungsarm eingestuft.

Das Fazit zur Testbilanz: Der Auris fährt unter dem Radar – kein Prestigeobjekt, aber ein solider Begleiter, der selten enttäuscht.

Wichtig für Käufer: Der Auris bietet hohe Zuverlässigkeit, aber Abstriche bei Komfort und Fahrspaß.

Wird Toyota Auris noch gebaut?

Wann endete die Produktion des Auris?

  • Die Produktion des Toyota Auris endete im Jahr 2018 – nach zwölf Jahren und zwei Generationen (Toyota Deutschland).
  • Damit verschwand der Name Auris aus den Preislisten, nicht aber das Fahrzeugkonzept.

Warum wurde der Auris eingestellt?

  • Toyota führte die Modellbezeichnung Corolla wieder ein, um die weltweit bekannte Baureihe zu stärken.
  • Der Auris war in vielen Märkten weniger etabliert als der Corolla – die Umstellung vereinheitlichte das Modellprogramm.

Welches Modell ist der Nachfolger?

  • Der direkte Nachfolger ist der Toyota Corolla (E210), der seit 2018 als Schrägheck, Kombi (Touring Sports) und Limousine angeboten wird (Toyota Deutschland).
  • Technisch baut der Corolla auf der gleichen Plattform auf und übernimmt den Hybridantrieb des Auris.

Die Konsequenz: Der Auris lebt im Corolla weiter – wer heute einen jungen Gebrauchten sucht, greift meist zum Nachfolger.

Was ist das häufigste Problem beim Toyota Auris?

Probleme mit der Hybridbatterie

  • Die Hybridbatterie des Auris II zeigt nach etwa 150.000 Kilometern häufig erste Verschleißerscheinungen (Der Spiegel berichtet über den großen Hybrid-Rückruf 2018).
  • Ein Batteriewechsel kostet je nach Anbieter zwischen 2.000 und 2.500 Euro – das sollte beim Gebrauchtkauf einkalkuliert werden.

Probleme mit der Kupplung bei Dieselmotoren

  • Die 1.4 D-4D-Motoren neigen zu Kupplungsproblemen, insbesondere bei Fahrzeugen mit höherer Laufleistung.
  • Betroffen sind vor allem Modelle der ersten Generation (AutoGazette weist auf typische Schwachstellen hin).

Probleme mit der Servolenkung

  • Bei älteren Auris-Modellen kann die Servolenkung Geräusche entwickeln – oft ein Zeichen für beginnenden Verschleiß.
  • In der zweiten Generation tritt dieses Problem seltener auf.
Warnung: Vor dem Kauf eines Auris Hybrid sollte der Zustand der Batterie geprüft werden – sonst kann die Freude am Sparwunder teuer enden.

Wie viel kostet ein Toyota Auris?

Neupreis historisch (2006–2018)

  • Der Neupreis lag zwischen rund 16.000 Euro für die Basisversion und über 30.000 Euro für die voll ausgestattete Hybrid-Variante.
  • Die Basisversion des Auris II war laut AutoGazette auf einen Einstiegspreis unter 16.000 Euro ausgelegt.

Gebrauchtpreise nach Baujahr und Ausstattung

  • Aktuell werden auf mobile.de rund 500 Auris der zweiten Generation angeboten (AutoGazette).
  • Die günstigsten Exemplare starten bei etwa 4.000 Euro, gut erhaltene Hybridmodelle liegen zwischen 10.000 und 15.000 Euro (AutoGazette).
  • Hybridmodelle sind im Gebrauchtmarkt teurer als reine Benziner – ein Zeichen für die hohe Nachfrage.

Der Preis-Check: Ein Auris Hybrid aus zweiter Generation mit 100.000 Kilometern kostet etwa 11.000 bis 13.000 Euro – das ist für einen sparsamen Kompakten ein faires Angebot.

Wie hoch ist die Lebenserwartung eines Toyota Auris?

Typische Laufleistung

  • Viele Auris erreichen 250.000 Kilometer und mehr – die Hybridmodelle oft noch mehr (AutoGazette bestätigt die hohe Lebensdauer).
  • Der 1.8 Hybrid gilt als besonders langlebig, da der Elektromotor den Verbrenner entlastet.

Wartungsintervalle und -kosten

  • Ölwechsel alle 15.000 Kilometer oder einmal jährlich – Kosten je nach Werkstatt zwischen 150 und 200 Euro.
  • Die große Inspektion mit Zahnriemenwechsel (beim Diesel) ist nach etwa 90.000 Kilometer fällig.

Faktoren, die die Lebensdauer beeinflussen

  • Regelmäßige Wartung ist entscheidend – vor allem der Ölwechsel (Toyota Deutschland empfiehlt die Einhaltung der Service-Intervalle).
  • Hybridmodelle profitieren von der Rekuperation: Die Bremsen verschleißen langsamer, die Batterie benötigt aber nach 10–15 Jahren oft einen Austausch.
Rat: Wer regelmäßig wartet, kann mit einem Auris Hybrid 300.000 Kilometer und mehr fahren – kaum ein Benziner der gleichen Klasse hält so lange.

Welche Nachteile hat der Toyota Auris?

Hoher Verbrauch der Benzinmotoren

  • Die reinen Benzinmotoren verbrauchen im Schnitt 7–8 Liter auf 100 Kilometer – das liegt über dem Niveau vieler Konkurrenten (AutoGazette).
  • Der Hybrid hingegen begnügt sich mit 3,5–4,5 Litern – der Unterschied ist enorm.

Wenig Fahrspaß und straffes Fahrwerk

  • Das Fahrwerk des Auris gilt als unbequem auf schlechten Straßen – vor allem die Hinterachse poltert auf Querfugen (WELT bezeichnet es als „straff, aber nicht sportlich“).
  • Lenkung und Getriebe vermitteln wenig Rückmeldung – für Fahrspaß muss man zur Konkurrenz greifen.

Innenraumqualität und Materialien

  • Hartplastik im Innenraum wurde von der Presse und Käufern häufig kritisiert (AutoGazette).
  • Die Sitze sind für lange Strecken bequem, aber die Verarbeitung wirkt im Vergleich zu VW oder Mazda günstiger.

Der Trade-off: Der Auris ist kein Fahrerauto – er ist ein zuverlässiges Transportmittel. Wer Komfort und Spaß sucht, sollte sich Alternativen wie den VW Golf oder Mazda 3 ansehen. Einen Überblick über einen anderen Klassiker bietet unser Artikel zum VW Passat 2025: Schwachstellen, Preise und Motoren.

Nun ein Blick auf die technischen Daten des Auris II in der Übersicht.

Technisches Merkmal Wert
Produktionszeitraum Auris II 2012–2018
Länge 4.275 mm (Schrägheck)
Breite 1.760 mm
Höhe 1.460 mm
Radstand 2.600 mm
Leergewicht ca. 1.250–1.370 kg
Kraftstoffverbrauch Hybrid (kombiniert) 3,5–4,5 l/100 km
CO₂-Emission (Hybrid) ca. 85 g/km
Höchstgeschwindigkeit (Hybrid) 180 km/h
Getriebe (Hybrid) CVT (stufenloses Getriebe)

Quellen: AutoGazette, Toyota Deutschland und WELT.

Vorteile

  • Sehr zuverlässig, geringe Mängelquote (WELT)
  • Hybridantrieb extrem sparsam (3,5–4,5 l/100 km)
  • Langlebig – viele Fahrzeuge erreichen 300.000 km
  • Gute Sicherheitsausstattung (ESP, sieben Airbags)

Nachteile

  • Benzinmotoren verbrauchen relativ viel (7–8 l/100 km)
  • Straffes Fahrwerk, wenig Komfort auf schlechten Straßen
  • Innenraum besteht aus viel Hartplastik
  • Hybridbatterie kann nach 150.000 km teuer werden

Zeitleiste: Die Geschichte des Toyota Auris

  • 2006: Einführung des Toyota Auris als Nachfolger des Corolla (E12) (Toyota Deutschland).
  • 2009: Erstes Facelift mit überarbeiteter Front und sparsameren Motoren.
  • 2012: Zweite Generation (E180) mit Hybridantrieb (AutoGazette).
  • 2015: Facelift der zweiten Generation.
  • 2018: Produktionsende; Modell wird durch den Toyota Corolla (E210) abgelöst (Toyota Deutschland).
  • 2024: Automobilwoche erklärt: „Der Auris ist Vergangenheit“.

Damit ist die Modellhistorie des Auris abgeschlossen – er bleibt als Gebrauchtwagen aber weiter gefragt.

Bestätigte Fakten und Unklarheiten

Bestätigt

  • Der Auris wurde 2018 eingestellt.
  • Hybridbatterieprobleme treten häufig nach 150.000 km auf (Der Spiegel).
  • Der Neupreis lag zwischen 16.000 und 30.000 Euro.

Was unklar bleibt

  • Die genauen Verkaufszahlen in Deutschland sind nicht öffentlich.
  • Die Lebensdauer der Hybridbatterie variiert stark je nach Nutzung.
  • Die exakte Anzahl der produzierten Auris ist nicht öffentlich bekannt.

Käufer sollten diese Unsicherheiten bei ihrer Entscheidung berücksichtigen.

Stimmen zum Toyota Auris

„Der Auris ist Vergangenheit.“
– Automobilwoche (Branchenmagazin)

„In der Pannenstatistik des ADAC liegt der Auris im soliden Mittelfeld – weder auffällig gut noch schlecht.“
– ADAC (Automobilclub) zitiert in WELT

„Toyota beschreibt den Auris heute als Klassiker und verweist auf gebrauchte Fahrzeuge mit geprüfter Toyota-Qualität und sofortiger Verfügbarkeit.“
– Toyota Deutschland (Hersteller)

Die Meinungen sind einhellig: Der Auris ist ein zuverlässiger Begleiter, aber kein Prestigeobjekt.

Fazit: Der Toyota Auris ist ein unterschätzter Kompakter, der durch seine Zuverlässigkeit und Sparsamkeit punktet. Für Hybrid-Fans bleibt er eine klare Empfehlung – vorausgesetzt, der Zustand der Batterie ist geprüft. Für deutsche Gebrauchtwagenkäufer, die ein günstiges, langlebiges Auto suchen, ist der Auris Hybrid die vernünftigste Wahl. Wer mehr Fahrspaß erwartet, sollte sich Alternativen wie den Mazda 3 oder den VW Golf ansehen – oder einen Blick auf den Suzuki Samurai: Geschichte, Probleme und Vergleich werfen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Ölmarke empfiehlt Toyota für den Auris?

Toyota empfiehlt Motoröle der Marke Toyota Genuine oder gleichwertige Qualität gemäß der Spezifikation 0W-20 für die Benzinmotoren. Für den Hybrid reicht ebenfalls 0W-20 (Toyota Deutschland).

Wie oft muss der Zahnriemen beim Toyota Auris gewechselt werden?

Beim Auris mit Dieselmotor (1.4 D-4D) ist der Zahnriemen alle 90.000 Kilometer zu wechseln. Die Benzinmotoren haben eine Steuerkette, die in der Regel wartungsfrei ist.

Ist der Toyota Auris sicher?

Der Auris II erhielt im Jahr 2013 fünf Sterne im Euro-NCAP-Crashtest – das Sicherheitsniveau ist also zeitgemäß. ESP und sieben Airbags sind serienmäßig (WELT).

Welcher Auris-Motor ist am sparsamsten?

Der 1.8 Hybrid (136 PS) verbraucht kombiniert nur 3,5–4,5 l/100 km und ist damit die sparsamste Motorisierung.

Gibt es eine Rückrufaktion für den Toyota Auris?

Ja, 2018 rief Toyota weltweit 2,4 Millionen Hybridfahrzeuge zurück, darunter den Auris. Grund war ein Problem im Hybridsystem, das in seltenen Fällen zum Motorausfall führen konnte (Der Spiegel).

Wie hoch ist die Kfz-Steuer für den Toyota Auris Hybrid?

Die Steuer für den Auris Hybrid liegt aufgrund des geringen CO₂-Ausstoßes (ca. 85 g/km) bei etwa 20–30 Euro jährlich – abhängig vom Baujahr und der genauen Emissionsklasse.

Kann man den Toyota Auris mit Erdgas fahren?

Eine werksseitige Erdgasversion gab es nicht. Nachrüstungen sind theoretisch möglich, aber selten und aufwändig – daher keine Empfehlung.